1. Kapitel:
Tradition
bewahren, Zukunft gestalten.
Einführung in ein neues kulturhistorisches
Porträt der Siebenbürger Sachsen
Johann Lauer
Anmerkung: Der vorliegende Entwurf skizziert Kontext,
Fragestellung, Ziele und Struktur des Vorhabens. Er fungiert
derzeit als Arbeitsgrundlage
für das Autorenteam und dient gegenüber möglichen
Förderpartnern als fundierter Sachstandsbericht. Nach
Fertigstellung des Gesammanuskripts wird diese Einleitung abschließend
überarbeitet.
Die vorliegende Einführung gliedert sich in sechs Abschnitte: Sie umfasst den
Kontext (1.1), die Fragestellung
und Zielsetzung (1.2) sowie
eine detaillierte Kapitelübersicht (1.3). Ergänzend finden sich
editorische
Notizen (1.4), Angaben zum Hintergund und zu den Beteiligten (1.5) und das
Literaturverzeichnis
(1.6).
1.1
Kontext: Positionierung gengenüber vorangegangenen
Anthologien, Monographien und Porträts |
|
Erbe und Algorithmus. Fünf existenzielle Fragen an die Zukunft unserer
Gemeinschaft:
- Wie übersetzt man das Erbe einer fast 900-jährigen Gemeinschaft in das
Zeitalter der Generativen Künstlichen Intelligenz (GenKI)?
- Wozu noch Bücher schreiben, wenn der Algorithmus die Antwort schon zu
kennen glaubt und sie in jede Sprache der Welt überträgt?
- Welche Aufgaben
delegieren wir an die Technologie, wo bleibt die menschliche Expertise
unverzichtbar?
- Was bleibt von uns Siebenbürger Sachsen, nachdem wir Siebenbürgen
fast vollständig verlassen und nun über die ganze Welt verstreut leben?
- Wie schöpfen wir aus unserer Geschichte die Kraft, Krisen zu
meistern, Brüche als Aufbruch zu begreifen und unsere Identität durch
moderne Technologie souverän in die Zukunft zu tragen?
Diese Einführung spannt den Bogen von den Anthologien,
Monographien und
Porträts hin zu einem innovativen Konzept: Dem Aufbau einer verifizierten
Wissensbasis (Ground Truth) für die digitale Welt. Erfahren Sie, warum
wir unsere Geschichte neu erzählen müssen – dreisprachig, multimedial und
technologisch fundiert – um sie für kommende Generationen und moderne
Sprachmodelle (Large Language Modells, LLMs) gleichermaßen zu sichern.
Im Folgenden sollen erstens die
Fragestellungen und Ziele
erläutert werden, die dem Projekt zugrundeliegen. Diese umfassen sowohl
wissenschaftliche Erkenntnisziele als auch praktische Anwendungsfelder für die
siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft und alle, die sich am
siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbe interessieren:
|
1.2.1 Ein kulturhistorisches Porträt im Sinne
einer
Gemeinschaftsbiografie für die Gemeinschaft der
Siebenbürger Sachsen und den öffentlichen Diskurs |
|
Wie lässt sich eine nahezu 900-jährige Geschichte und ein vielschichtiges
kulturelles Erbe im Zeitalter der generativen KI vermitteln – sowohl für die
Gemeinschaft selbst als auch für eine breite Öffentlichkeit? Dieses Projekt formuliert darauf eine zeitgemäße Antwort. Es versteht sich
zugleich als kulturhistorisches Porträt,
Identitätsanker und öffentliche Wissensplattform.
Multimedial als Buch und digitaler Webauftritt sowie
multilingual (Deutsch, Englisch, Rumänisch) angelegt,
verbindet es analytische Tiefe mit
digitaler Reichweite.
Dieses Porträt der Siebenbürger Sachsen will mehr sein als ein Geschichtsbuch:
Es soll Identität stiften, Mythen von Fakten trennen – und
zugleich verhindern, dass moderne GenKI-Systeme das kulturelle Erbe
verfälschen. Dreisprachig, wissenschaftlich fundiert, analog und
digital gedacht verbindet das Projekt Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einer
weltweit verstreuten Gemeinschaft. Ein Projekt an der Schnittstelle von
Erinnerungskultur und digitaler Zukunft mit dem Ziel,
Tradition durch technologische Innovation zu
bewahren.
Im Zentrum steht die Erstellung eines
vielschichtigen Porträts der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft und ihres
Kulturerbes, das als inhaltliche Grundlage für den Einsatz generativer
KI-Technologien dient. Ziel ist es, traditionelles Kulturerbe mit digitalen
Zukunftsperspektiven zu verbinden und dabei sowohl deren Authentizität zu
bewahren als auch neue Wege der kulturellen Vermittlung zu erschließen.
1.2.2 Multimedial und
Multilingual:
Buch und Webpräzens in Deutsch, Englisch und Rumänisch |
|
Mit Öffentlichkeitsarbeit (Public
Relation) kennzeichnet man das Bemühen, Vertrauen durch Meinungs- und
Beziehungspflege zu erhalten bzw. herzustellen. Sowohl die interne als auch die
externe Kommunikation muss gepflegt werden.
Die rasante Entwicklung der generativen
Künstlichen Intelligenz (GenKI) eröffnet völlig neue Perspektiven für die
Bewahrung, Erschließung und Weiterentwicklung des kulturellen Erbes. Besonders für
kleinere Kulturgemeinschaften wie die Siebenbürger Sachsen, deren
jahrhundertealte Traditionen durch Migration und gesellschaftlichen Wandel vor
besonderen Herausforderungen stehen, bieten diese technologischen Innovationen
sowohl vielversprechende Chancen als auch zu bedenkende Gefahren.
Ein Erbe in drei Sprachen: Als globale Visitenkarte oder
Identitätsanker der Siebenbürger Sachsen ist dieses Projekt
sowohl multimedial als auch multilingual
konzipiert. Neben der hybriden Umsetzung als Buch und Internet-Auftritt stellt
die konsequente Dreisprachigkeit (Deutsch, Englisch, Rumänisch) eine zentrale
Besonderheit dar. Damit trägt das Projekt den veränderten Lebenswelten der
Gemeinschaft sowie den Erfordernissen einer globalisierten Erinnerungskultur
Rechnung.
Während Deutsch für die überwiegende Mehrheit nach wie vor die
Muttersprache ist, schwindet die Kompetenz im Dialekt zunehmend. Gleichzeitig
leben große Teile der Gemeinschaft – insbesondere in den USA und Kanada – seit
Generationen im englischsprachigen Raum und haben den sprachlichen Bezug zur
alten Heimat verloren. Um sie, aber auch die internationale Öffentlichkeit zu
erreichen, ist Englisch als heutige Lingua franca
unverzichtbar.
Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Rumänische. Zum einen
hängt z.B. der Erhalt der Baudenkmäler vor Ort in Siebenbürgen von der Akzeptanz
und Unterstützung der rumänischen Gesellschaft und des rumänischen Staates ab.
Zum anderen wächst in den deutschen Schulen Rumäniens eine neue Generation
heran: Schüler, die oft nicht deutscher Abstammung sind, sich das
siebenbürgisch-sächsische Kulturerbe aber aneignen und weitertragen wollen. Das
Projekt stellt durch seine konsequente Dreisprachigkeit sicher, dass dieses
Wissen für alle Akteure – lokal wie global – zugänglich bleibt.
Darüber hinaus stellt die dreisprachige Ausarbeitung keine bloße
Übersetzungsleistung dar, sondern einen eigenständigen
wissenschaftlichen Prozess. Begriffe, Konzepte und historische Narrative sind
sprachlich und kulturell eingebettet und lassen sich nicht verlustfrei
automatisiert übertragen. Die bewusste sprachliche Ausarbeitung in drei Sprachen
erhöht daher sowohl die inhaltliche Präzision als auch die internationale
Anschlussfähigkeit (Lauer 2021).
1.2.3 Porträt als
verlässliche Wissensbasis (Ground Truth) für große
Sprachmodelle der Generativen Künstliche Intelligenz
(GenKI) |
|
-
Wozu noch Bücher schreiben, wenn Algorithmen bereits Antworten zu kennen
scheinen und diese mühelos in alle Sprachen der Welt übertragen?
-
Welche Aufgaben
überlassen wir der Technologie – und wo bleibt menschliche Expertise
unverzichtbar?
Das zweite zentrale Ziel besteht darin, dieses Porträt als
Referenzwerk und verlässliche Wissensbasis
(Ground Truth) für Generative Künstliche Intelligenz (GenKI) zu
etablieren. Dieses Porträtprojekt will also mehr sein als ein digitales
Geschichtsbuch: Als geprüfte Wissensbasis soll es moderne Sprachmodelle mit
verlässlichen Fakten versorgen und zugleich zeigen, warum historische Deutung,
kulturelles Verständnis und Verantwortung nicht an Maschinen delegiert werden
können. Im Folgenden wird erläutert, warum dies notwendig ist und wie die
Umsetzung erfolgen kann (eine ausführlichere Darstellung erfolgt im 30. und 31. Kapitel).
Der Begriff "GenKI" beschreibt moderne generative
KI-Assistenten, die auf sogenannten großen Sprachmodellen (Large Language
Models, LLMs) basieren. Diese Dialogsysteme – oft auch im Deutschen einfach
Chatbots genannt – sind heute weit verbreitet. Zu den bekanntesten Vertretern
zählen Apertus (das offene Schweizer Modell), ChatGPT,
Claude, Copilot, Gemini,
Grok und Perplexity (Amerikanische,
kommerzielle Modelle).
Die technologische Basis dieser Systeme wird oft mit dem
Akronym GPT zusammengefasst. Die drei Buchstaben stehen für
Generative Pre-trained Transformer und beschreiben, wie GenKI Texte versteht und
selbstständig verfasst:
-
Generative (Erzeugend): Dies
beschreibt die schöpferische Fähigkeit des Systems. Das Modell gibt keine
vorgefertigten Antworten aus einer Datenbank wieder, sondern erzeugt
eigenständig völlig neue Inhalte – seien es Antworten, Zusammenfassungen
oder Geschichten. Es konstruiert Wort für Wort neue Sätze und ist dabei im
Rahmen statistischer Wahrscheinlichkeiten "kreativ".
-
Pre-trained (Vortrainiert):
Das bedeutet, dass das Modell bereits vor seiner Nutzung "Lesen" gelernt
hat. Es wurde mittels selbstüberwachten Lernens (Self-Supervised Learning)
mit Terabytes an Textdaten (Bücher, Wikipedia, Internet) gefüttert. Dabei
lernt es primär Sprachmuster und Strukturen, nicht nur isolierte Fakten.
Dieses Vorwissen bildet das Fundament, auf das die GenKI später zugreift.
-
Transformer: Dies bezeichnet
die technische Architektur des Modells. Durch einen Mechanismus namens
"Attention" (Aufmerksamkeit) kann die GenKI Zusammenhänge zwischen weit
entfernten Wörtern erkennen und den Kontext auch über längere Textpassagen
hinweg berücksichtigen, statt nur das direkte Nachbarwort zu analysieren.
Vereinfacht gesagt nutzt GenKI diese Technik für die sogenannte
Vorhersage des nächsten Wortbausteins (Next-Token-Prediction): Sie
berechnet bei jedem Wort, welches Wort mit der höchsten Wahrscheinlichkeit als
Nächstes folgen sollte. So entstehen flüssige, kontextbezogene und oft
erstaunlich treffende Texte.
Diese Chatbots sind heute in der Lage, Bücher in Sekundenschnelle
zusammenzufassen und in andere Sprachen zu übersetzen. Diese
Leistungsfähigkeit darf jedoch nicht mit wissenschaftlicher Erkenntnis
gleichgesetzt werden. GenKI-Systeme reproduzieren bestehende Inhalte, sie
bewerten sie nicht kritisch, sie treffen keine methodisch reflektierten
Auswahlentscheidungen und übernehmen keine Verantwortung für historische
Genauigkeit, begriffliche Präzision oder normative Setzungen.
Die Qualität der Zusammenfassungen und Übersetzungen ist also
bei weitem noch nicht zufriedenstellend. Die GenKI „spricht“ fließend, aber sie
„versteht“ nichts. Ihre Überzeugungskraft beruht auf einer sehr guten Syntax.
Doch für echte Interpretationsleistungen fehlt ihr der semantische Zugang: Sie
kennt die Bedeutung (Semantik) der Texte nicht, sie weiß nicht, was sie sagt
oder übersetzt, sondern nur, welches Wort statistisch als nächstes folgen muss.
Einerseits fasziniert die GenKI durch ihre Ausdruckskraft, andererseits zeigt
sie eine riskante Schwäche: Ohne verlässliche Fakten fängt sie an zu „halluzinieren“.
Mindestens genauso kritisch ist die Produktion von synthetischem
Wissen, das zwar echt klingt, dem aber jede evidenzbasierte Grundlage
fehlt. Gerade bei spezifischen Themen wie der Geschichte und Kultur der Siebenbürger
Sachsen besteht die Gefahr, dass Fakten und vor allem Zusammenhänge im
digitalen Rauschen verfälscht werden.
Wissenschaftliche Experten sind der generativen KI in dreierlei
Hinsicht überlegen. Erstens verfügen sie über Zugang zu und Wissen über
analoge Primär- und Sekundärquellen, die (noch) nicht digitalisiert
sind. Doch selbst bei einer hypothetischen Volldigitalisierung bleiben weitere
fundamentale methodologische Diskrepanzen bestehen: Während GenKI auf
quantitativ-statistischen Verfahren (Box-Steffensmeier/Brady/Collier 2010) basiert und Texte als „stochastischer
Papagei“ lediglich auf Basis von Wahrscheinlichkeiten generiert (Re-Kombination,
Simulation), beherrschen Wissenschaftler darüber hinaus auch qualitative,
hermeneutisch-interpretative Methoden. Weiterhin greift GenKI
auf Aussagen über die Welt, die von anderen formuliert wurden, sie hat keinen
Bezug zur Realität. Wissenschaftler können Aussagen über die Realität nicht nur
simulieren, sondern auch selbst erkennen und eigenständig überprüfen. Der Fachjargon
lautet: Evidenzbasiertes Wissen.
Philosophisch gesprochen: Während die GenKI aufgrund seiner
quantitativen Methodologie auf der Ebene der „dünnen Beschreibung“
(Thin description) verharrt – also rein faktische, physische oder
syntaktische Muster wiedergibt – können qualitative Wissenschaftler in der
Tradition von Max Weber (Weber
1984 [1921]), Gilbert Ryle (Ryle 1970) und Clifford Geertz
(Geertz
1983 [1973]) operieren. Sie sind in
der Lage, eine „dichte Beschreibung“ (Thick description)
zu leisten, indem sie Kontext, Intention und kulturelle Codes berücksichtigen,
um so die tatsächliche Semantik einer Handlung zu erschließen. Nur so ist ein
Verstehen von Handlungen im Weberschen Sinne überhaupt möglich. Weiterhin können
Wissenschaftler sowohl empirisches (beschreibendes,
erklärendes, prognostisches) als auch praktisches (normatives,
pragmatisches, technisches) Wissen selbst generieren oder
vorhandenes Wissen evidenzbasiert überprüfen.
Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den philosophischen Grundlagen von
Wissenschaft verweise ich auf meine Publikation: „Philosophie der
Politikwissenschaft. Grenzen und Möglichkeiten politikwissenschaftlicher
Forschung: Axiologische, epistemische, methodologische und ontologische
Grundlagen der Politikwissenschaft“. Das Werk ist auf Deutsch und
Englisch erschienen (Lauer 2025).
Gerade bei komplexen historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Themen ist
hermeneutisch-interpretative Expertise unverzichtbar (Bevir/Rhodes
2016, Creswelll 2013 [1998], Flick 2014
[2007], Flick/von Kardorff/Steinke 2015 [2000],
Gadamer 2010 [1960],
Kelle/Erzberger 2015 [2000], Keller
2012, Yanow/Schwartz-Shea 2014
[2006]). Der hier vorgelegte
Überblick beruht auf der Zusammenarbeit von vielen Wissenschaftlern, die
unterschiedliche Disziplinen, Perspektiven und Forschungstraditionen einbringen.
Diese vielfältige Expertise ermöglicht es, Kontroversen sichtbar zu machen,
Forschungsstände einzuordnen, implizite Annahmen offenzulegen und
Vereinfachungen bewusst zu vermeiden – Leistungen, die gegenwärtige
GenKI-Systeme nicht erbringen können. Aus prinzipiellen Gründen ist dies auch in
Zukunft nicht zu erwarten (detailierte Auseinandersetzung mit den
philosophischen Grenzen und Möglichkeiten von GenKI erfolgt im 30. Kapitel).
Wie bringt man 900 Jahre Geschichte einer Gemeinschaft sowie ein reichhaltiges
und vielschichtiges Kulturerbe in das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz,
ohne dass die Fakten und die Zusammenhänge verwässert werden? Wie kann man
Tradition mit Spitzentechnologie verbinden?
Genau hier setzt das neue Porträt-Projekt an. Es fungiert nicht nur als
digitales Geschichtsbuch für Menschen, sondern auch als harter Faktencheck für
die GenKI. Die Macher von GenKI nennen das eine „Ground Truth“ – eine
verlässliche Wissensbasis, in der jedes Detail von Experten geprüft wurde.
HITL (Human in the Loop, Mensch in der Schleife) bedeutet, dass Menschen bei
GenKI gestützten Prozessen bewusst eingebunden bleiben. Der Mensch bleibt Teil
der Entscheidungsschleife, so dass die Kontrolle der Antworten nicht vollständig
an die Maschine übertragen wird. Für das siebenbürgisch-sächsische Kulturerbe
heißt das: GenKI kann Inhalte erzeugen oder strukturieren, doch Menschen prüfen,
korrigieren und kontextualisieren sie. So bleiben historische Genauigkeit,
kulturelle Bedeutung und Identität gewahrt. Diese Technik verbindet
technologische Möglichkeiten mit menschlicher Verantwortung und schützt das
Kulturerbe vor Vereinfachung, Verzerrung oder Bedeutungsverlust.
Alignment-Methoden sind technische und organisatorische Verfahren, mit denen das
Verhalten von GenKI-Systemen an epistemische und menschliche Werte, Normen und
gesellschaftliche Erwartungen angepasst wird. Mit Alignment meint man, dass eine
Abstimmung, Angleichung, Regelkonformität oder Übereinstimmung vorgenommen wird.
Sie sorgen dafür, dass GenKI nicht nur leistungsfähig, sondern auch korrekt,
verantwortungsvoll und vertrauenswürdig ist.
Ziel dieser Methoden ist die Gewährleistung einer vertrauenswürdigen GenKI.
Neben den allgemeinen Verbesserungen durch die Modell-Anbieter (neue Daten und
Algorithmen) gibt es spezifische Verfahren, mit denen Fachexperten – hier die
Kenner des siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbes – die Ausgabequalität steuern
können.
Für einen verlässlichen Zugang zu unserem Kulturerbe sind zwei Ansätze zentral:
die RAG-Technologie, die Antworten durch externe Quellen fundiert, und
Wissensgraphen, die semantische Beziehungen (Bedeutungen) abbilden. Die Synergie
aus beidem nennt sich GraphRAG: Sie kombiniert die Flexibilität der Textsuche
mit der logischen Struktur von Graphen.
RAG (Retrieval Augmented Generation) ist das Herzstück verlässlicher GenKI: Sie
sorgt dafür, dass Antworten nicht nur clever klingen, sondern auf geprüften
Fakten basieren. So bleibt die GenKI sprachlich überzeugend, während der Inhalt
zuverlässig kontrolliert ist.
Der RAG Prozess läuft in drei Schritten ab:
-
Retrieval (Abruf): Die GenKI sucht
in einer geprüften Datenbank nach relevanten Informationen.
-
Augmentation (Anreicherung): Diese
Fakten werden der ursprünglichen Antwort hinzugefügt.
-
Generation (Erzeugung): Erst jetzt
formuliert die GenKI die endgültige Antwort, streng basierend auf diesen
geprüften Informationen.
Herkömmliche GenKI-Systeme durchsuchen oft nur Textabschnitte nach passenden
Informationen. Wissensgraphen (Knowledge Graphs) gehen einen Schritt weiter: Sie
erfassen die Beziehungen zwischen Daten. Wo klassische GenKI-Systeme manchmal
„halluzinieren" und überzeugende Falschinformationen produzieren, liefern
Wissensgraphen überprüfbare Zusammenhänge aus einer strukturierten Faktenbasis.
Nebenbei bemerkt, Wissenschaft ist ein dynamischer Prozess. Daher muss auch die
verlässliche Wissensbasis kontinuierlich an den aktuellen Forschungsstand
angepasst werden.
Wie funktionieren Wissensgraphen? Statt Informationen als Fließtext zu
speichern, organisiert ein Wissensgraph Daten als Netzwerk aus Knoten und
Verbindungen. Ein Beispiel: Die Stadt „Hermannstadt" (Knoten A) ist durch die
Verbindung mit „erste urkundliche Erwähnung 1191" (Knoten B) verknüpft. So
entsteht ein Beziehungsgeflecht, das die GenKI präzise ablesen kann.
Besonders bei komplexen historischen Projekten zeigt sich der Vorteil: Bei
Stammbäumen, Ortsgeschichten oder historischen Ereignissen muss die GenKI nicht
mehr raten, sie liest nur die fest definierten Verbindungen aus den Graphen ab.
Wissensgraphen dienen genau wie die RAG-Technologie als eine Art
wertegebundene (axiologische und epistemische) Kontrollinstanz für GenKI-Antworten. Sie
bieten mehrere Vorteile:
-
Nachvollziehbarkeit: Jede Information kann mit ihrer Quelle, einem Zeitstempel
und einer Vertrauensbewertung versehen werden.
-
Konsistenzprüfung: Automatische Regeln erkennen Widersprüche zwischen
verschiedenen Aussagen.
-
Kontextualisierung: Verschiedene Datenquellen werden miteinander verknüpft,
sodass Zusammenhänge sichtbar werden.
-
Zitierbarkeit: Eine zitierfähige Wissenssammlung zum siebenbürgisch
sächsischen Kulturerbe wird erstellt.
Diese Technologie bietet sogar die Möglichkeit, den siebenbürgisch-sächsischen
Dialekt lebendig zu halten – indem man der Maschine unsere Sprache beibringt.
Eine vielversprechende Grundlage liefert das in der Schweiz entwickelte
GenKI-Modell „Apertus“. Als offenes (Open-Source) System ist es frei verfügbar
und umfasst bereits über 1.800 Sprachen und Dialekte. Dies eröffnet die
Möglichkeit, unsere „klingende Heimat“ digital zu bewahren und die „Seele“ der
Gemeinschaft in die Zukunft zu tragen. So könnten Antworten künftig nicht nur
auf Hermannstädterisch, Kronstädterisch oder Landlerisch erklingen, sondern auch
im Reußner Dialekt – einer der wohl klangvollsten Ausprägungen unserer Sprache.
Zum Abschluss dieses Teils möchte ich die hier erörterte Frage – welche Aufgaben
wir der Technologie überlassen und wo menschliche Expertise unverzichtbar bleibt
– zunächst an einem konkreten Beispiel demonstrieren, um sie anschließend
journalistisch sowie philosophisch einzuordnen.
Das vorrangige Ziel dieses Artikels besteht darin, die Genauigkeit und
Verlässlichkeit der dargestellten Fakten und Zusammenhänge zu gewährleisten. Die
Verantwortung für diese Aufgabe lässt sich nicht an generative KI delegieren.
Diese Aufgabe habe ich als Autor übernommen. Die Stärke der GenKI liegt vielmehr
in der Vermittlung: Sie ist wesentlich effizienter und schneller, wenn es darum
geht, das hier Geschriebene durch Paraphrasierung oder Zusammenfassung für
unterschiedliche Zielgruppen zugänglich zu machen.
Daher ein praktischer Hinweis für die Leser: Wenn einzelne Begriffe, Passagen
oder auch der gesamte Artikel schwer verständlich erscheinen, lässt sich dies
rasch mithilfe generativer KI klären. Dazu formuliert man einen Prompt, also
eine Anfrage an einen Chatbot (ChatGPT, Gemini), etwa in der Form:
„Du bist ein Journalist und Lehrer. Bitte erkläre mir den folgenden
Textabschnitt
in einfacher Sprache. Vermeide Fachjargon, aber bleibe inhaltlich
nah am Original.“
Anschließend fügt man den entsprechenden Textausschnitt oder die PDF-Version des
Artikels ein. Wer tiefer einsteigen möchte, kann die GenKI mit folgendem Prompt
auch als Diskussionspartner nutzen:
„Du bist Historiker, Informatiker, Kulturwissenschaftler und Philosoph. Bitte
prüfe die Argumentation dieses Textes auf Schlüssigkeit und nenne mögliche
Gegenargumente.“
Auf diese Weise nutzen wir die GenKI nicht als Autor der Geschichte, sondern als
Werkzeug, um diese besser zu verstehen. Darüber hinaus lässt sie sich kreativ
einsetzen: etwa um eine kritische Rezension dieses Artikels zu verfassen oder um
selbstständig eigene Texte zu formulieren.
Während der Mensch als unverzichtbare Kontrollinstanz (Human in the Loop) die
Deutungshoheit behält, historische Fakten verifiziert und kulturelle Kontexte
einordnet, fungiert die GenKI lediglich als leistungsfähiges Werkzeug für die
Form. Sie übernimmt technische Aufgaben wie das schnelle Zusammenfassen,
Übersetzen oder Paraphrasieren komplexer Inhalte, darf aber niemals die
Verantwortung für die inhaltliche Wahrheit tragen, die durch Technologien wie
RAG und Wissensgraphen streng an die menschliche Expertise gebunden bleibt. Der
Mensch ist der verantwortliche Gestalter, die GenKI lediglich das ausführende
Werkzeug.
Philosophisch verdichtet: Der Mensch leistet die "dichte Beschreibung" (Thick
Description) im Sinne der Hermeneutik, indem er Bedeutungen, Intentionen und
kulturelle Codes interpretiert sowie epistemische und nicht-epistemische
(ethische, politische, gesellschaftliche) Werte setzt. Das Bewerten bleibt dabei
eine exklusiv menschliche Domäne. Nur der Mensch als Subjekt besitzt die
Urteilskraft zu entscheiden, welche Aussagen wahr oder falsch, welche Normen
richtig oder falsch und was gerecht oder ungerecht ist. Ebenso obliegt ihm die
Einschätzung, welche pragmatischen Regeln klug oder unklug und welche
technischen Systeme effektiv oder uneffektiv sind.
Die GenKI hingegen verbleibt als „stochastischer Papagei“
auf der Ebene von Statistik und Syntax . Ihr wird die Rolle des reinen Exekutors zugewiesen: Sie
arrangiert Inhalte formal neu, bleibt dabei aber stets von der Sphäre des echten
Verstehens und der historischen Verantwortung ausgeschlossen. Die GenKI ist ein
hocheffizienter digitaler Bibliothekar, der weltweit und in Echtzeit alle
digital verfügbaren Texte analysiert. Doch Informationsverarbeitung ist kein
Wissen: Nur Menschen können Gelehrte
und Wissenschaftler sein. Nur sie besitzen die Kompetenz,
Inhalte sinnhaft zu verstehen und wissenschaftlich-evidenzbasiert zu überprüfen.
|
1.2.4 Porträt als
Gemeinschaftsbiografie und Kompass für die Zukunft |
|
-
Was bleibt von uns Siebenbürger Sachsen, nachdem wir Siebenbürgen fast
vollständig verlassen und nun über die ganze Welt verstreut leben?
-
Wie schöpfen
wir aus unserer Geschichte die Kraft, Krisen zu meistern, Brüche als Aufbruch zu
begreifen und unsere Identität durch moderne Technologie souverän in die Zukunft
zu tragen?
-
Warum brauchen wir Siebenbürger Sachsen dieses
Porträt?
Weil wir wissen müssen, wer wir waren, um entscheiden zu können, wer wir
sein wollen. Als wissenschaftlich fundiertes Porträt dient es der
Selbstvergewisserung der Gemeinschaft. Als
Gemeinschaftsbiografie ist es Identitätsanker und Kompass zugleich: Es trennt Mythos und historische Zusammenhänge,
deutet Brüche nicht als Verlust, sondern als Ausdruck von Resilienz und gelebter
Anpassungsfähigkeit.
Als Band der Sympathie verbindet das gemeinsame
kulturelle Erbe
die weltweit verstreuten Siebenbürger Sachsen über Generationen hinweg. Indem
Tradition mit zeitgemäßer Spitzentechnologie
verbunden wird, bleibt dieses Erbe nicht nur bewahrt, sondern
kann auch leichter angeeignet und zukunftsfähig weitergetragen
werden. Seit dem Exodus der überwiegenden
Meherheit der Siebenbürger Sachsen Ende des 20. Jahrhunderts bildet ihr
Kulturerbe jenes lose Band der Sympathie, das die
Gemeinschaft über nationale Grenzen hinweg zusammenhält. Es ist zum einzigen
verbliebenen Identitätsanker avanciert.
Gleichzeitig erweist sich dieses kulturelle Gedächtnis
als prekär: Historisch fundierte Fakten, tradierte Narrative
und überlieferte Mythen verschmelzen oft und erschweren eine klare kollektive
Selbstvergewisserung. Dieses Porträt fungiert daher als wissenschaftlich
fundierter Kompass für die innere Selbstverständigung.
Es bietet Multiplikatoren – ob in Medien, Schulen oder Vereinen – eine
verlässliche Referenz, um eigene Angebote qualitativ abzusichern. Konzipiert für
das Selbststudium sowie die Bildungsarbeit, schafft es die notwendige
Sicherheit, um das kulturelle Erbe authentisch und faktenbasiert zu vermitteln.
Das neue Porträt der Siebenbürger Sachsen sucht
Antworten jenseits von bloßen Jahreszahlen. Als Gemeinschaftsbiografie
verbindet es wissenschaftliche Präzision mit
erzählerischer Tiefe, macht Brüche, Verluste und Neuanfänge sichtbar –
und wird so zum Kompass für Identität, Erinnerung
und die digitale Zukunft eines lebendigen Kulturerbes.
Geschichtsschreibung wird so nicht zum nostalgischen Rückblick,
sondern zur sorgfältigen Bewahrung für die Zukunft.
Ein klassischer geschichtlicher Überblick liefert Daten
und Fakten – er ist das „Skelett“. Dieses Projekt jedoch wählt bewusst die Form
des „Porträts“, um auch die „Seele“ der Gemeinschaft sichtbar
zu machen. Es gleicht einer Biografie, die nicht nur Jahreszahlen auflistet,
sondern nach dem „Warum“ fragt. Besonders deutlich wird dies im
Umgang mit den Brüchen der Geschichte: Das Porträt dokumentiert nicht nur den
Verlust materieller Güter und alter Strukturen,
sondern analysiert das Trauma der Auflösung und das „Überwintern“ der
Identität in den Köpfen der Menschen. Es zeigt, wie sich die
Gemeinschaft aus der Krise heraus neu erfand und welche alten Symbole dabei Halt
gaben. Statt einer trockenen Chronik entsteht so eine Erzählung von
Resilienz und Wandel. Dieses Projekt zeigt, wie
die Siebenbürger Sachsen Krisen gemeistert haben – ein Wissen, das Mut macht.
Kulturelle Leistungen werden nicht bloß aufgezählt, sondern als Antwort auf
historische Krisen bewertet. So wird der Bruch in der Geschichte nicht als Ende,
sondern als Motor einer Neuformierung begreifbar. Gleichzeitig sichert es durch
modernste KI-Technologie den Platz dieser Kultur in der digitalen Zukunft. Es
ist der Schritt vom „Bewahren“ zum „Gestalten“ der eigenen Kultur.
In diesm Abschnitt werden die Themen erläutert, die in
diesem Projekt behandelt werden.
Eine detaillierte Kapitelübersicht wird erst erstellt, sobald
sämtliche Kapitel abgeschlossen sind.
|
1.3.1
Teil I: Gründung, Entfaltung und Exodus
einer traditionsreichen Gemeinschaft.
Ansiedlung in Siebenbürgen und Aussiedlung aus Siebenbürgen (Kapitel 2 bis 14) |
|
Im ersten Teil "Siebenbürger Sachsen -
Gründung und Entfaltung einer traditionsreichen Gemeinschaft" wird die
Ansiedlung der
Siebenbürger Sachsen und der Siebenbürger Landler in Siebenbürgen erläutert.
Ein historischer Überblick spannt den Bogen von der ersten Ansiedlung im 12.
Jahrhundert bis zur großen Aussiedlungswelle Ende des 20. Jahrhunderts.
Dieser Abschnitt untersucht die historische Gemeinschaftsbildung
der Siebenbürger Sachsen und erörtert dabei folgende gemeinschafts-
und identitätsstiftende Institutionen: Andreanum und
Nationsuniversität, Brauchtum und Nachbarschaften, Stiftungen und Vereine,
Glaube und Kirche, Sprache und Schule.
Im Anschluss erfolgt eine Analyse der
Motive und Ursachen, die zur Auflösung und zum Exodus dieser
Gemeinschaft aus Siebenbürgen führten. Weiterhin wird die
Integration in die wichtigsten neuen Siedlungsgebiete,
Deutschland, Kanada, Österreich und USA, aufgezeigt.
Die folgende Übersicht bietet eine
detaillierte Binnengliederung dieses Teilbereichs.
|
1.3.2 Teil II: Vom
Ursprung zur
Tradition. Die Entwicklung des siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbes
(Kapitel 15 bis 27) |
|
Der zweite Teil widmet sich dem siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbe. Es werden zunächst die
materiellen und anschließend die immateriellen
Kulturgüter ("unsichtbare Gepäck") beleuchtet. Dabei werden exemplarisch die vielfältigen
Dimensionen der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft, Kultur und
Identität aufgezeigt.
Die folgende Übersicht
bietet eine detaillierte Binnengliederung dieses Teilbereichs.
|
1.3.3
Zukunftsgestaltung in den neuen Siedlungsgebieten mit Hilfe von
partizipativen Organisationsstrukturen sowie technologischen Errungenschaften
(Kapitel 28 bis 30) |
|
Der dritte Teil "Standortbestimmung und
Zukunftsperspektiven" analysiert die Situation zu Beginn des 21.
Jahrhunderts. Zunächst wird die aktuelle Organisationsstruktur in
Nachbarschaften, Stiftungen und Vereinen dargestellt. Anschließend werden
Zukunftsperspektiven aufgezeigt, indem sowohl Chancen als auch
Gefahren für
die Aneignung, Bewahrung und Weiterentwicklung des
siebenbürgisch-sächsischen Kulturerbes im
Zeitalter der generativen Künstlichen Intelligenz (GenKI) beleuchtet werden.
Im Fokus stehen sowohl die Potenziale als auch die Grenzen dieser
Technologie.
Die folgende
Übersicht bietet eine detaillierte Binnengliederung dieses Teilbereichs.
In diesem Abschnitt werden zentrale Hinweise zur redaktionellen Bearbeitung des
Werks gegeben. Vorgestellt werden besondere Entscheidungen und Anpassungen, die
bei der Erstellung der endgültigen Textfassung
getroffen wurden. Diese editorischen Notizen machen die Entstehungsprozesse
transparent und gewährleisten die Nachvollziehbarkeit für die Leserschaft.
|
1.4.1
Sprachlicher Stil
und geschlechtergerechte Sprache |
|
Substanz vor Stil - wissenschaftliche Präzision vor
künstlerischer Eleganz: In einer Ära, in der generative KI Texte
mühelos stilistisch veredelt, definiert sich Qualität neu:
Nicht mehr die rein künstlerische Eleganz steht im Vordergrund, sondern die
substanzielle Tiefe, die argumentative Dichte und die methodische Exaktheit
der
Inhalte.
Angesichts der Gefahr von GenKI-Halluzinationen
durch mangelhafte Datenbasis wird inhaltliche
Präzision zum entscheidenden Qualitätsmerkmal. Dieses
Projekt versteht sich nicht als Edutainment, sondern als Quelle
für belastbare Fakten und Zusamamenhänge. Wir tragen die
Verantwortung für Texte, die morgen als Trainingsdaten dienen könnten; deshalb
ist wissenschaftliche Tiefe für uns alternativlos. Unser Ziel, wie oben
erläutert: Eine „dichte Beschreibung“ der Siebenbürger Sachsen,
die fundierte Einblicke gewährt und zur vertiefenden Forschung einlädt.
Zur Verwendung des generischen Maskulinums: Wir haben uns
intensiv mit der Frage geschlechtergerechter Sprache auseinandergesetzt. Um eine
optimale Lesbarkeit zu gewährleisten, verzichten wir auf Sonderzeichen wie
Gendersternchen und verwenden das generische Maskulinum. Personenbezogene
Angaben schließen ausdrücklich alle Geschlechteridentitäten ein.
Eine Ausweitung des generischen Maskulinums auf weitere
denkbare Geschlechter im Sinne einer sozialkonstruktivistischen Definition kann
ebenfalls impliziert werden. Wir respektieren grundsätzlich alle Menschen,
unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, Nationalität oder Sexualität.
Dieser inklusive Sprachgebrauch steht in einer Tradition, die bis in die Antike
zurückreicht, wie ein Blick in das römische Recht zeigt. In den Digesten des
Kaisers Justinian heißt es unter dem Titel "De verborum significatione"
(Über die Bedeutung von Wörtern):
„'pueri' appellatione etiam puella significatur.“ (Unter der
Bezeichnung ‚Buben‘ [pueri] ist auch das Mädchen gemeint.)
Der römische Jurist Paulus erläutert in seinem Kommentar zum Zivilrecht (Dig.
50.16.163.1), dass der Begriff "puer" (Junge/Kind) juristisch
geschlechtsneutral zu verstehen ist, etwa in Testamenten. Wenn also von
„Kindern“ (pueri) die Rede war, waren Töchter automatisch mitgemeint.
Original Quelle im Internet:
https://www.thelatinlibrary.com/justinian/digest50.shtml.
Wir schließen uns diesem pragmatischen Verständnis an. Sollten einzelne Autorinnen oder
Autoren eine andere Schreibweise bevorzugen, steht ihnen dies im Sinne der
individuellen Ausdrucksfreiheit selbstverständlich frei.
Dieser Teil erläutert den verwendeten Zitierstil. Die
Einhaltung dieser Standards stellt die Vollständigkeit und Nachprüfbarkeit
der Literaturangaben sicher.
Hinweise für die Leser
Das Literaturverzeichnis dieses Bandes folgt einer in den
Sozialwissenschaften etablierten Notation, die die Editionsgeschichte der Werke
transparent macht: Eine hochgestellte Ziffer vor der Jahreszahl kennzeichnet die
verwendete Auflage. Eine Jahreszahl in eckigen Klammern verweist auf das Jahr
der Erstveröffentlichung, um die historische Einordnung des Werkes zu
ermöglichen. Aus Platzgründen entfallen Verlags- und Ortsangaben. Die eindeutige
Identifizierbarkeit der Quellen ist durch Autor, Jahr und Titel jedoch
gewährleistet
Hinweise für die Autoren
Bitte verwenden Sie für Ihr Manuskript eine Kombination
aus DVPW (Deutsche
Vereinigung für Politikwissenschaft), DGS (Deutsche
Gesellschaft für Soziologie) und Harvard-Zitierweise
und verzichten Sie im Literaturverzeichnis auf die Nennung von Verlagsort und
Verlag. Mehrere Autoren werden durch Schrägstriche ohne Leerzeichen getrennt.
Eine Besonderheit bildet die Jahresangabe: Die Auflage erscheint als
hochgestellte Ziffer direkt vor dem Jahr, während das ursprüngliche
Erscheinungsjahr (bei Klassikern oder Nachdrucken) in eckigen Klammern dahinter
folgt. Titel und Untertitel werden durch einen Punkt getrennt. Belege im
Fließtext sind ausschließlich als Klammerverweise (Autor, Jahr, Doppelpunkt,
Seitenzahlen) und nicht in Fußnoten zu formatieren.
Beispiele kann man am Ende dieses Textes sehen:
Literatur.
Citavi-Nutzern ist es zwar möglich, den
Zitationsstil der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) über den
Zitationsstileditor so anzupassen, dass die Ausgabe von Verlagsort und Verlag
automatisch unterdrückt wird. Da derartige Eingriffe in die Stil-Definitionen
jedoch fehleranfällig sind, empfehle ich für diesen Sammelband ausdrücklich die
sicherere Vorgehensweise: Nutzen Sie den regulären DGS-Stil und entfernen Sie
die Orts- und Verlagsangaben erst im allerletzten Schritt manuell aus dem
Literaturverzeichnis, nachdem Sie das Dokument in reinen Text umgewandelt haben.
Die inhaltliche Ausarbeitung liegt in den Händen ausgewiesener
Experten. Folgende Experten haben bisher ihre Mitwirkung zugesagt:
Heinz und Marianne Acker, Hannelore Baier, András F. Balogh, Konrad Gündisch,
Gudrun-Liane Ittu, Stefan Măzgăreanu, Martin Rill, Irmgard Sedler, Ingrid Schiel
sowie Ulrich A. Wien. Die Akquise weiterer Autoren zur Vervollständigung des
Themenspektrums läuft weiter.
Hier werden kurze biografische Informationen zu den Autoren bereitgestellt. Die Angaben enthalten beispielsweise akademische
Hintergründe, Forschungsschwerpunkte oder berufliche Stationen und ermöglichen
der Leserschaft einen besseren Einblick in die Expertise der Verfasser.
Dieser Abschnitt informiert über erhaltene Förderungen, Stipendien oder
finanzielle Unterstützungen durch Sponsoren und Förderinstitutionen. Es werden
Transparenz und Offenlegung aller relevanten Unterstützungsquellen
sichergestellt.
Bislang wird dieses Projekt ausschließlich durch das persönliche
Engagement und die Eigenleistung der Beteiligten
getragen. Um die Bearbeitung zu beschleunigen und die Drucklegung
zu ermöglichen, ist jedoch eine externe finanzielle Förderung
unerlässlich.
Im Abschnitt „Danksagung“
sollen Personen, Institutionen oder Organisationen
gewürdigt werden, die zum Entstehen der Arbeit beigetragen oder diese in besonderer
Weise unterstützt haben. Dies kann fachliche, finanzielle oder persönliche
Unterstützung umfassen.
Bergel, Hans/Myss, Walter,
31994: Wir Siebenbürger.
Bevir, Mark/Rhodes, Roderick Arthur William (Hg.), 2016: Routledge Handbook of
Interpretative Political Science.
Box-Steffensmeier , Janet M./Brady, Henry E./Collier, David (Hg.), 2010 [2008]:
The Oxford Handbook of Political Methodology.
Creswell, John W., 32013 [1998]: Qualitative Inquiry & Research Design. Choosing
Among Five Approaches.
Flick, Uwe, 52014 [2007]: An Introduction to Qualitative Research.
Flick, Uwe/von Kardorff, Ernst/Steinke, Ines, (Hg.),
112015 [2000]: Qualitative
Forschung. Ein Handbuch.
Gadamer, Hans-Georg, 72010 [1960]: Hermeneutik I. Wahrheit und Methode.
Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik. Gesammelte Werke.
Geertz, Clifford, 1973: The Interpretation of Cultures. Selected Essays. New
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Geertz, Clifford, 1983 [1973]: Dichte Beschreibung. Beiträge zum Verstehen
kultureller Systeme.
Gündisch, Konrad, 1998: Siebenbürgen und die
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Kelle, Udo/Erzberger, Christian, 2015 [2000]: Qualitative und quantitative
Methoden: kein Gegensatz. In: Flick, Uwe/von Kardorff, Ernst/Steinke, Ines
(Hg.), 112015 [2000]: Qualitative Forschung. Ein Handbuch. 299-309.
Keller,, Reiner, 2012: Das interpretative Paradigma. Eine Einführung.
Kührer-Wielach, Florian, 2014: Siebenbürgen ohne Siebenbürger?
Zentralstaatliche
Integration und politischer Regionalismus nach dem Ersten Weltkrieg.
Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, 1991: 850 Jahre Siebenbürger Sachsen.
Begleitbuch zur Ausstellung. Redaktion Konrad
Gündisch.
Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in
Deutschland,
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Lauer, Johann, 2025:
Philosophie der Politikwissenschaft. Grenzen und Möglichkeiten
politikwissenschaftlicher Forschung: Axiologische, epistemische, methodologische
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PDF Version.
Lauer, Johann, 2021: Multilingualism or publication
exclusively in English? The central importance of multilingualism for science,
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Siebenbürger
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PDF Version.
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Regulaitonen.
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Dualismus.
Teutsch, Friedrich, 1926: Geschichte der Siebenbürger Sachsen für das sächsische
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von Ranke, Leopold , 31885 [1824]:
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Weber, Maximilian Carl Emil,
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Herausgegeben mit einer Einleitung von Johannes Winckelmann.
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Zillich, Heinrich, (Hg.): 1949: Wir Siebenbürger.
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